Teilnehmer

Friedensfahrer: Martin + Anna haben enge Beziehungen zu Russland.

Teilnehmer: Martin, gemeinsam mit Gattin Anna
Alter: 43 und 33
Beruf: Selbstständig
Nationalität: Österreich

Martin`s Motivation:
Ich habe enge Bindungen zu Russland seit vielen Jahren. Auch unsere Tochter ist russische Staatsbürgerin. Es ist unerträglich jeden Tag Verleumdungen über Russlands in den Medien zu lesen. Darum unterstütze ich dieses freundschaftliche Projekt und war gerne 2016 dabei.


Warum ich ein Teilnehmer wurde!

Als ich das erste Mal von der Friedensfahrt hörten, war ich etwas abgeschreckt. Wir sind bisher keine Aktivisten gewesen. Jedoch stößt uns seit der Berichterstattung über Sochii (Olympiade) bereits auf, mit welchen Falschinformationen in unseren Medien über Russland verbreitet werden. Meine Gattin ist in Krasnodar geboren, und daher kennen wir Sotchii und die Umgebng dort sehr gut. Das die Vorwürfe außer Frage gestellt, manipulativ und absichtlich erfolgt wurde mir langsam klar. Daher dann meine Entscheidung endlich auch einmal etwas zu tun. «Aktiv» zu werden. Weshalb ich einfach «mutig» beschlossen habe mich näher damit zu beschäftigen.

 

Gemeinsame Geschichte die uns verbindet und nicht trennt.

Die Routenführung nach Kaliningrad über Pskov und St.Petersburg war bereits seit Langem einer meiner Wunschdestinationen. Im zweiten Weltkrieg wurde der Großvater meiner Gattin in Kaliningrad als Armeepilot getötet worden. Seine Grabstätte wurde seither von niemanden der Familie je besucht. Zusätzlich wurde mein eigener Großvater bei der Belagerung von St.Petersburg in den letzten Kriegstagen angeschossen und konnte nur durch die Hilfe eines Kameraden in praktisch letzter Sekunde aus dem Gebiet ausgeflogen werden und überlebte daher. Zwei ziemlich gegenseitige Vorgänge, welche aber die Geschichte meiner und der Familie meiner Gattin seit Generationen beeinflusste. Daher haben wir diese Reise genutzt um diesen beiden Vorkommen entsprechenden Raum zu geben. IN Kaliningrad konnten wir gemeinsam die Gedenkstätte des Großvaters meiner Gattin besuchen, später in St.Petersburg gedachten wir den unglaublichen Geschehen der Kriegsbelagerung. Diese Momente werden meiner Gattin und mir für Immer in Erinnerung bleiben.

Besuch der Gedenkstätte unser gemeinsamen Vorfahren.
Besuch der Gedenkstätte unser gemeinsamen Vorfahren.

Unterschiedliche Menschen aus allen Regionen, vereint in Freundschaft und Respekt.

In direktem Kontakt der Gruppe der Friedensfahrtteilnehmern waren zu meiner Überraschung so ziemlich alle Bevölkerungsgruppen vertreten. Junge, Ältere und die verschiedensten Berufsrichtungen und Einstellungen wurden vereint mit dem Ziel das Nachbarland Russland und die dortigen Menschen kennenzulernen. Gemeinsam ein Zeichen zu setzen und Völkerverbindend zu wirken. Und ich muss sagen, alleine hätte das keiner der Teilnehmer schaffen können. Aber in der Gruppe, auch wenn diese nicht homogen war, konnten ein sichtbares und länderübergreifendes Signal gesendet werden, welches auch Wirkung hat.

Gemeinsames Feiern an einem Grenzübergang zwischen Russland und der EU.

Was hat sich seither verändert?

Ich engagiere mich, genauso wie meine Gattin, nun stärker für Frieden und Völkerverständigung. Es reicht uns nun nicht mehr einfach nur zuzusehen, wir möchten unseren Beitrag leisten. Denn in jeder Freundschaft gehört auch das «tun» und das «sorgen» für den anderen dazu.

Wir fahren auch 2017 wieder mit.